Gut eine Woche haben wir uns Zeit gelassen, uns in Ouagadougou zu erholen. Der Pool beim Hotel OK Inn war sehr einladenden um länger zu bleiben – und den heissen Temperaturen zu entgehen. Aber ewigs können wir ja auch nicht bleiben. So geht’s nach Koudougou. Dort lebt die Schweizerin Karin Mathis mit ihrem Ehemann Bouba, wo sie zusammen ein Waisenhaus aufgebaut haben. Dieses wird von der Stiftung Zoodo (www.zoodo.ch) unterstützt. Ohne Anmeldung tauchen wir bei Ihnen auf und werden herzlich empfangen. Ud werden sogar von Karin mit Älplermakkaroni bekocht – mmmhhhh fein. Durch sie erfahren wir einiges über Land, Leute und Leben in Burkina Faso. Natürlich darf ein Besuch im Waisenhaus nicht ausgelassen werden. Zwei Nächte verbringen wir bei den Kindern. Im Waisenhaus finden zurzeit ungefähr 35 Kinder ein Zuhause, haben drei Mal täglich eine Mahlzeit und werden auch bei den Schularbeiten unterstützt. Das Waisenhaus wirkt nicht protzig. Die Verhältnisse sind dem Land angepasst. Es gibt kein Strom und gekocht wird auf dem Feuer. Auch die Kinder helfen dabei mit. Uns fällt auf, dass sie eine sehr gute Erziehung erhalten und uns Besuchern sehr anständig gegenübertreten. Da es auch noch der Geburtstag von Adi ist, überraschen uns die Mädchen mit einem gebastelten Geschenk. Ein abendliches Fussballspiel mit den Jungs und eine Hasenjagd am Samstagmorgen sind weitere Höhepunkte bei unserem Besuch im Waisenhaus.
Wir müssen wohl flüchten. Es gibt Gerüchte, dass sie uns mit den beiden Köchinnen vom Waisenhaus verheiraten wollen… Die Fahrt geht nach Bobo-Dioulasso, hier treffen wir auf das holländische Paar Chris und Linda. Mit ihnen unternehmen wir einen Ausflug nach Banfora. Dort besuchen wir einen See mit Flusspferden. Trotz empfohlenem Abstand von 30 Metern führt uns der Pirogue-Fahrer auf 10 Metern an die bis zu acht Tonnen schweren Kolosse heran. Plötzlich beginnen zwei Kolosse einen Kampf. Da ist auch dem Guide nicht mehr so wohl, so was hat er noch nie erlebt. Wir ziehen uns besser zurück… Ebenfalls in der Umgebung von Banfora befinden sich grosse Wasserfälle. Nur in der Trockenzeit führen sie nicht extrem viel Wasser und somit funktioniert auch die afrikanische Toilettenspühlung nicht richtig. Es schmeckt ziemlich streng… Dafür gefallen uns die uralten Felsformationen welche ebenfalls in dieser Region zu finden sind. Zusammen mit den Holländern verbringen wir ein paar ganz coole Ferientage. Die zwei haben sich gut gemacht als Sklaven. Inzwischen müssen wir wieder selbst kochen. Danke Holland!
Zurück in Bobo erwischt uns die Aschewolke vom isländischen Vulkan. Eigentlich hätte unser Ersatz-Wasserfilter schon seit einer Woche in Burkina eintreffen sollen, aber es gab ja keine Flüge aus der Schweiz… Nun, es hat doch noch geklappt. Dank dem super Einsatz von Adi Imbach und dem freundlichen Kurierdienst von Corinne Bütler von der Stiftung Zoodo kehren wir nach Koudougou zurück um den neuen Wasserfilter und einige Überraschungen aus der Schweiz abzuholen (ein grosses Merci an alle an dieser Aktion Beteiligen!!!).
Nun gilt es, unseren 10 Grenzübergang auf unserer Reise zu meistern. Wir verlassen Burkina Faso in Richtung Ghana. Die Zöllner und Polizisten scheinen erfreut zu sein, wieder einmal Touristen begrüssen zu können. Auf unsere Frage bezüglich der Geschwindigkeitslimiten in Ghana sind sich die Beamten nicht sicher und auch nicht einig. Für uns wäre dies wichtig. Es soll in Ghana viele Geschwindigkeitskontrollen geben.
Über eine sehr schlechte Strasse (wer schon einmal X-Kilometer über Wellblech gefahren ist, weiss wovon wir sprechen) geht’s zum Mole Nationalpark. Es ist der grösste Nationalpark in Ghana und bekannt für seine Elefanten. Und tatsächlich begegnen wir einem Bullen. Er scheint sich nicht zu freuen über unseren Besuch. Ein rotes Zebra muss für einen Elefanten ziemlich neu sein. Wir überleben das ganze ohne Schaden. Auch der Bulle lässt Rebi in Ruhe. Obwohl, später erfahren wir, dass der Aufenthalt im Park nur in Begleitung eines bewaffneten Wächters erlaubt ist. Beim Camp im Park wird dann auch noch unser Teppichvorleger von einer Affenbande gestohlen. Diese verdammten Affen!
Nach dem Parkbesuch heisst es wieder: 100 Kilometer Wellblechpiste – 100 Kilometer Asphalt – 100 Kilometer Baustelle usw. Die Vegetation hat sich seit Burkina Faso von einer staubigen Landschaft in ein leicht feuchtes Tropenklima verändert. Rechts und links der Strassen ist wieder Grün zu sehen. Das tut richtig gut für unser Gemüt. Hoffen wir mal, dass wegen feuchten Tropenklima in unserem Rebi nicht bald alles Grau ist… Mal sehen was uns die bevorstehende Regenzeit noch alles bescheren wird.
Hi masters
hope you are enjoying Ghana !
here in Holland the weather is old fashioned ( cold and rainy ) and since I am back I have been quite busy . working on the small Burkina documentary I am making and two other videos I have been filming the last few days
what a contrast coming from Burkina ….
when you have some off days remember that back home you have them too !
your dutch (ex) slave
chris