Die Tage in St. Louis waren wirklich sehr schön und wir haben uns ein paar Tage mit Nichtstun, Schwimmen, Surfen, Kajak fahren gegönnt. Auch das Städtchen haben wir einwenig auskundschaftet. Besonders das Fischer-Viertel hat uns beeindruckt. Dort werden auch Fische während 10 Tagen an der Sonne getrocknet. Man sieht nicht nur die vielen Fische ausgebreitet auf den Tischen – ein entsprechender Geruch beisst auch in der Nase. Wenn man sich nicht gewohnt ist, ein grausamer Geschmack.

Bei der Weiterfahrt in Richtung Dakar haben wir wieder Diskussionen mit der Polizei. Aber es geht nur ums Geld. Wir seien zu schnell gefahren, obwohl wir hinter einem Eselgespann fuhren. Der Polizist musste am Schluss selbst lachen. Aber in Afrika versucht man es halt einfach… Bevor wir uns ins Grossstadt-Getümmel von Dakar stürzen, verbringen wir eine Nacht am Lac Rose, wo wir allerdings die einzigen Gäste sind. Dieser Ort ist zwar richtig touristisch und verfügt über Hotels, aber es kommen nur Tagesausflügler hierher.

In Dakar machen wir einwenig Sightseeing und besuchen die Ilé de Gorée, eine der wenigen Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt. Hier gibt es ein Sklavenhaus, wo gezeigt wird, wie die Menschen anno dazumal gehalten wurden, bevor sie auf eine lange Reise ohne Rückkehr geschickt wurden. Am 6. März fand ein Benefizkonzert unter dem Moto „Afrik for Haiti“ statt. Viele afrikanische Musiker waren dort. Mit dem Start um 19 Uhr mussten wir dann um 4 Uhr morgens Forfait geben, unsere Beine wollten nicht mehr länger mitmachen. Aber das Konzert dauerte wohl noch bis 7 Uhr morgens…

Auf dem Weg nach Gambia machen wir einen Stop in Kaolack. Ein nicht wirklich attraktiver Ort. Ein Security einer Bank gibt uns die Möglichkeit, vor seinem Haus zu übernachten. Was auch ziemlich interessant ist. Wir erfahren einiges über das Leben in Senegal. Ein Freund von Mohamed, dem Security, gibt noch ein Ständchen mit seiner Gitarre und weitere Leute gesellen sich zu uns. Aber es ist heiss. Die Tagestemperaturen klettern auf 40°C. Und bis es abkühlt, ist auch schon nach Mitternacht.

Auf mit Schlaglöchern gestreuter Strasse geht’s weiter nach Gambia. Nach dem Zoll geht’s auf die Fähre nach Banjul. Auf diese Fähre müssen wir jedoch acht Stunden warten. Und das ist lang, wenn man bedenkt, dass es heiss ist und die Früchte- und Nüsseverkäuferinnen einem belagern und nicht in Ruhe lassen… Wir haben aber Glück, dass wir es noch auf die letzte Fähre schaffen und um Mitternacht in Banjul ankommen.

Hier in Gambia herrscht ein reger Tourismus. Viele Pauschalreisende verbringen hier ihren Strandurlaub. Auch die Restaurants sind nur von Touristen besucht, oder zusammen mit einer lokalen Begleitung… Auch wir hängen am Strand rum, bei diesen Temperaturen macht man sonst nicht mehr viel. Wir verlassen Gambia jedoch bald in Richtung Casamance, dem Süden Senegals. Dort soll es auch wunderbare Orte mit schönen Stränden geben – und ist dann wohl auch nicht mehr so extrem mit den Touristen.

Am 23. März sollten wir den Visa wegen in Mali sein. Auf dieses geschichtsträchtige Land freuen wir uns. Dort wird es wieder eine Menge zu sehen und erfahren geben. Aber es wird noch heisser (>40°C). Mal sehen wie unsere Körper darauf reagieren werden…